#indiebookday | INDEPENDENT DAY bei Köndgen | unabhängiger Buchhandel trifft unabhängige Verlage

header-1Indiebookday  + Twittagessen + Live-Act
23. März 2013 | 12:00 bis 18:00 | Bücher Köndgen Barmen

Ein Tag, viele Begegnungen – und die Spatzen sollen es aus der Buchhandlung twittern: Am INDIEBOOKDAY bringen wir zusammen, was zusammengehört: Verlage, die sich ihre Unabhängigkeit bewahrt haben und tolle Bücher machen. Leser, die solche mit Leidenschaft gemachte Bücher zu schätzen wissen. Den unabhängigen Buchhandel, der den INDIEBOOKS die Bühne bietet, die sie verdienen. Und die Twitterer, die Lust auf ein Treffen bei Buchstabensuppe und zwischen Büchern haben.

Um 12:00 Uhr starten wir mit dem Twittagessen. Der Treffpunkt für Twitterer ist extra ausgeschildert ebenfalls im Laden, einfach dem Vögelchen folgen! Auch alle anderen dürfen sich schon ab mittags einfinden. Wir bauen eine schöne Location für die Fotos von euch und euren Lieblings-Indiebooks auf und bieten Hilfestellung beim Fotografieren. Ihr findet eine große Auswahl an Indiebooks unterschiedlichster Verlage.

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Stefan Weidle

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Monika Bilstein

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Christopher Schroer

Um 15 Uhr begrüßen wir auf unserer Verleger-Bühne:
Stefan Weidle Verleger (Weidle Verlag) und Vorstandsvorsitzender der Kurt Wolff Stiftung, Monika Bilstein (Peter Hammer Verlag und ebenfalls im Vorstand der KWS), die einen Einblick in ihre Arbeit als unabhängige Verleger geben und ihre Frühjahrsneuerscheinungen vorstellen – und Christopher Schroer (Schroer Verlag), bekannt aus der Presse als der Verleger, der seinen Vertrag mit amazon in einem offenen Brief an Jeff Bezos gekündigt hat: »Mit sofortiger Wirkung. Ohne Wenn und Aber und mit allen Konsequenzen.« Wir freuen uns auf eine spannende Talkrunde! Moderation: Ruth Eising.

Was ist der INDIEBOOKDAY und wer hat ihn erfunden?

Der mairisch Verlag aus Hamburg lädt dieses Jahr erstmalig zum INDIEBOOKDAY:

Am 23. März 2013 ist Indiebookday!
Ihr liebt schöne Bücher. Am 23.03.2013 könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:

Wie funktioniert’s?

Geht am 23.03.2013 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Hauptsache ist: Es stammt aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag. Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog Eurer Wahl unter dem Stichwort „Indiebookday“. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

Zum Hintergrund

Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Word of Mouth

Word of Mouth

Nach Bergischen Waffeln zum T(w)ee(t) gibt uns Word of Mouth um 17 Uhr was auf die Ohren. Jan Poprawa (Bass), Florian Roderburg (Gitarre & Gesang) und Matthias Bleckmann (Schlagzeug) sind Word of Mouth. Ihr progressiv orientierter Rock bewegt sich irgendwo zwischen Pink Floyd, Porcupine Tree und King Crimson.

 

 

 

 

 

 

 

Das Verlegerehepaar Weidle

Barbara und Stefan Weidle

Update 21. Februar: Ein Bild, das um die Welt ging. 🙂 Das Ehepaar Weidle bei unserer »Nacht der schönsten Bücher 2012«
Nachdem unsere Jubiläumsfeierlichkeiten mit dem engagierten Verlegerehepaar schon ein Weilchen her sind, freuen wir uns umso mehr, sie zum #indiebookday wieder zu Gast haben. Nutzt die Gelegenheit, sie bei uns zu treffen!«

Ein Kleinod der russischen Literatur erstmals auf Deutsch – Wsewolod Petrows Novelle „Die Manon Lescaut von Turdej“ ist bei Weidle erschienen.

Wsewolod Petrows Novelle „Die Manon Lescaut von Turdej“

Ein sowjetischer Lazarettzug auf dem Weg von einer Front zur anderen. Darin ein Petersburger Intellektueller: Gepeinigt von Herzanfällen und Todesangst, liest er den Werther (auf deutsch). Aber in die Lektüre drängt sich die Geschäftigkeit der Militärärzte, Apotheker, Krankenschwestern um ihn herum.
Es ist eine seltsame Gemeinschaft, hervorgebracht zwar vom Krieg, doch bestimmt von ganz alltäglichen Sorgen und kleinen Freuden.
Bei einem längeren Aufenthalt trifft er auf ein Mädchen, das anders scheint als alle anderen : Vera Muschnikowa, ruhelos und romantisch, grazil und ungestüm – und sie ist jederzeit zur Liebe bereit. Der Feingeist erliegt ihrem vulgären Zauber, erkennt in ihr seine »sowjetische Manon« und erahnt damit bereits den dunklen Weg, den ihre Liebe nehmen wird.

»Wir kennen von Petrow viele Bücher zur Kunstgeschichte (die auch in viele Sprachen übersetzt worden sind), aber nur wenige Texte, die zur ›schöngeistigen Literatur‹ zählen dürfen. Eigentlich wäre, abgesehen von ein paar philosophischen Miniaturen, allein unsere Erzählung als solche zu bezeichnen. Dafür aber ist dieser Text einer der schönsten Prosatexte der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts.
Diese Erzählung, die erst 2006 veröffentlicht wurde, war nicht in einem Geheimfach verborgen worden: Jedes Jahr an seinem Geburtstag, zu dem viele Dutzend Gäste kamen, die ganze kulturelle Elite Leningrads , begann die Feier damit, daß der Gastgeber Auszüge aus seiner Manon vorlas. Er verheimlichte sein Meisterwerk nicht, er reichte es nur nicht zur Publikation in sowjetischen Zeitschriften und Verlagen ein – wer weiß, warum: Weil er das für sinnlos hielt? Aus Ekel vor den Barbaren in den damaligen Redaktionen? Aus der klaren Einsicht heraus, daß diese kleine Erzählung Inhalte transportiert, die mit der Sowjetliteratur nicht kompatibel sind – stilistisch, philosophisch und auch politisch?«
Oleg Jurjew

Wsewolod Petrow (1912–1978) entstammte einer Petersburger Adelsfamilie, er war Kunsthistoriker und arbeitete vor dem Zweiten Weltkrieg am Russischen Museum. Nach dem Krieg, als Offizier in der Roten Armee demobilisier t, widmete er sich wieder seiner wissenschaftlichen Arbeit und veröffentlichte einige Standardwerke zur russischen Kunst.
Manon Lescaut von Turdej, entstanden 1946, erschien erst 60 Jahre später, im November 2006, in der Moskauer
Zeitschrift »Novyj Mir«. (Texte: www.weidle-verlag.de)