NEU: Brenner bloggt bei Köndgen – Teil 1:

Almuth Brenner, unsere frühere Abteilungsleiterin Belletristik, bloggt auf wiederholtem Kundenwunsch ihre Lesetipps. Und das Schönste ist: für Bücher Köndgen auch exklusiv! Also, ab sofort Gutes und Spannendes hier entdecken. Wir starten mit Teil 1:

Was für ein Wortschatz, was für eine Fabulierkunst. Fast jeder Satz ist brilliant, ergötzt, macht süchtig! Wolfgang Herrndorf wird mit jedem Buch besser: „In Plüschgewittern“ liest sich gut, ist szenig. Dann „Tschick“, dieses brilliante Buch um zwei jugendliche Ausreißer, sehr witzig, sehr rührend und etwas lebensweise.

Und nun „Sand“ mit vielen detailliert gezeichneten Figuren, die beim Lesen sofort bildhaft werden wie Bekannte oder Nachbarn, die man mal gekannt hat. Die Handlung: Nordafrika im Jahre 1972. Ein durchschnittlich intelligenter Polizist gerät zwischen Spione und Agenten, die die Konstruktionspläne zum Bau einer Atombombe wiederbeschaffen sollen. Herrndorf entspinnt unglaubliche Handlungen, Aufeinandertreffen und Zufälle, er spielt mit dem Leser wie mit seinen Figuren und treibt den Showdown auf die Spitze und darüber hinaus.

Ein ganz großes unterhaltsames Buch!

© Almuth Brenner 2012

Preis der Leipziger Buchmesse

Wolfgang Herrndorf erhält den Preis der Leipziger Buchmesse

Wolfgang Herrndorf: Sand
Rowohlt Berlin Verlag

Über das Buch
September 1972: Während in München Palästinenser des „Schwarzen September“ das Olympische Dorf überfallen und Mitglieder der israelischen Delegation als Geiseln nehmen, geschehen in Nordafrika mysteriöse Dinge: In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Als Täter wird der junge Amadou Amadou festgenommen. Dazu stolpern ein verwirrter Atomspion, eine attraktive Amerikanerin und zahlreiche weitere Personen in ein absurdes Spiel von Zufall, Irrwegen und Missverständnissen. Im Mittelpunkt aber steht ein Mann ohne Gedächtnis, der zwischen alle Fronten gerät, und der dem Rätsel seiner Existenz auf die Spur kommen will.
Wolfgang Herrndorfs Roman Sand ist voller absurder Komik und geht zugleich existenzphilosophischen Fragen nach. Er nimmt Anleihen aus dem Kino und dem Comic und lässt sich nicht den üblichen Genres zuordnen.

Die Jury: „Ein furioser Abenteuerroman, ein faszinierend verwirrender Antiagenten-Thriller, der so waghalsig wie gekonnt mit verschiedenen Ebenen jongliert.“

Der Autor
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für das Satiremagazin Titanic gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman In Plüschgewittern, 2007 der Erzählband Diesseits des Van-Allen-Gürtels und 2010 der Roman Tschick, der zum Überraschungserfolg wurde und mittlerweile in 12 Sprachen vorliegt. Wolfgang Herrndorf wurde mit dem Deutschen Erzählerpreis 2008, dem Brentano-Preis 2011 und dem Hans-Fallada-Preis 2012 ausgezeichnet. (Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)
Rowohlt Berlin; € 19,95

November 2011 – gebunden – 480 Seiten

in den Warenkorb