Köndgen LiteraTour | 16.- 17.3.2013 | Kulturstadt mit Flair – Kurzreise zur Leipziger Buchmesse

Köndgen Messefahrt LeipzigLeipzigs Bedeutung als Buch- und Literaturstadt reicht in das 15. Jahrhundert zurück. Zur Buchmesse treffen sich hier alljährlich Menschen, die eine Leidenschaft teilen: Die Liebe zum Buch! Zusätzlich lockt mit »Leipzig liest« Europas größtes Lesefest, mit über 2000 Veranstaltungen an 300 Orten.
Es erwartet Sie ein Tag mit einer literarischen Stadtführung, Zeit für individuelle Stadterkundung und dem Besuch ausgewählter Lesungen. Der folgende Tag gehört ganz dem Besuch der Leipziger Buchmesse. In fünf Messehallen präsentiert sich die Buchszene und lädt zum entspannten Schmökern ein, aber auch zu Lesungen und Signierstunden.

Diese Reise beinhaltet folgende Leistungen:
Hin- und Rückfahrt im modernen Reisebus von Wuppertal Barmen nach Leipzig inklusive aller Ausflugsfahrten | 1 x Übernachtung mit reichhaltigem Frühstücksbüffet im 4-Sterne-Hotel im Raum Leipzig | Literarische Stadtführung in Leipzig »Dichter, Literaten und Autoren« | Besuch ausgewählter Veranstaltungen im Rahmen von »Leipzig liest« | Tageseintrittskarte für die Buchmesse Leipzig | Reisepreissicherungsschein | Reiserücktrittskostenversicherung
Reisepreis (bei mindestens 25 zahlenden Teilnehmern)
Pro Person im Doppelzimmer 198,00 €,
Einzelzimmerzuschlag 33,00 €

Hier können Sie sich anmelden. (Ihre Reisebestätigung bekommen Sie nach der Bezahlung in unseren Buchhandlungen ausgehändigt)

Preis der Leipziger Buchmesse

Wolfgang Herrndorf erhält den Preis der Leipziger Buchmesse

Wolfgang Herrndorf: Sand
Rowohlt Berlin Verlag

Über das Buch
September 1972: Während in München Palästinenser des „Schwarzen September“ das Olympische Dorf überfallen und Mitglieder der israelischen Delegation als Geiseln nehmen, geschehen in Nordafrika mysteriöse Dinge: In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Als Täter wird der junge Amadou Amadou festgenommen. Dazu stolpern ein verwirrter Atomspion, eine attraktive Amerikanerin und zahlreiche weitere Personen in ein absurdes Spiel von Zufall, Irrwegen und Missverständnissen. Im Mittelpunkt aber steht ein Mann ohne Gedächtnis, der zwischen alle Fronten gerät, und der dem Rätsel seiner Existenz auf die Spur kommen will.
Wolfgang Herrndorfs Roman Sand ist voller absurder Komik und geht zugleich existenzphilosophischen Fragen nach. Er nimmt Anleihen aus dem Kino und dem Comic und lässt sich nicht den üblichen Genres zuordnen.

Die Jury: „Ein furioser Abenteuerroman, ein faszinierend verwirrender Antiagenten-Thriller, der so waghalsig wie gekonnt mit verschiedenen Ebenen jongliert.“

Der Autor
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für das Satiremagazin Titanic gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman In Plüschgewittern, 2007 der Erzählband Diesseits des Van-Allen-Gürtels und 2010 der Roman Tschick, der zum Überraschungserfolg wurde und mittlerweile in 12 Sprachen vorliegt. Wolfgang Herrndorf wurde mit dem Deutschen Erzählerpreis 2008, dem Brentano-Preis 2011 und dem Hans-Fallada-Preis 2012 ausgezeichnet. (Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)
Rowohlt Berlin; € 19,95

November 2011 – gebunden – 480 Seiten

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Thomas Frahm: Feuerköpfe.

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Übersetzung

Aus dem Bulgarischen von Thomas Frahm
Vladimir Zarev: „Feuerköpfe“
Deuticke Verlag

Über das Buch
Nach Familienbrand ist der Roman Feuerköpfe der zweite Teil einer Trilogie, die am Beispiel der Kleinstadt Widin vom sozialistischen Aufbau Bulgariens nach dem zweiten Weltkrieg erzählt. Zarev portätiert die Familiengeschichte der Weltschevs während der Zeit der gesellschaftlichen und politischen Umwandlung Bulgariens in die Volksrepublik zwischen 1946 und 1976.
Frühjahr 1946: Wer mit den Deutschen paktiert und sich nicht rechtzeitig vor dem Einmarsch der Russen in Sicherheit gebracht hat, wird gefoltert. Agitatoren ziehen über die Dörfer und verteilen Broschüren über das neue Leben. Einer davon ist Krum Marijkin. Schwer zu sagen, was zäher ist: seine Muskeln oder sein Wille, die Menschen zum wahren Glauben, dem an den Sozialismus, zu bekehren. Auch sein Cousin, der ehemalige Untergrundkämpfer Weltschev, bekommt eine Karrierechance – doch er ist letztlich nicht skrupellos genug, um sie zu nützen.

Die Jury: „Wladimir Zarev ist der literarische Chronist Bulgariens, ein Balzac des 20. Jahrhunderts. Er hat, nicht erst mit diesem Werk, in Thomas Frahm einen hingebungsvollen Übersetzer gefunden, der der Opulenz, der Registervielfalt, dem epischen Gestus und dem Reichtum des Vokabulars kongenial gerecht wird.“

Der Übersetzer
Thomas Frahm, geboren 1961 in Duisburg, lebt seit 2000 als Übersetzer und Autor von Lyrik, Kurzprosa und Essays in Sofia. Er wurde 2009 mit einem Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet und 2010 für Familienbrand von Vladimir Zarev für den Literatur- und Übersetzungspreis „Brücke Berlin“ des Goethe Instituts nominiert. Neben Vladimir Zarev übersetzte er auch Angel Wagenstein und Blaga Dimitrova aus dem Bulgarischen ins Deutsche. (Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)

Deuticke Franz Verlagges., € 25,90
Juli 2011 – gebunden – 700 Seiten

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Wilfried F. Schoeller: Alfred Döblin.

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Sachbuch/Essayistik


Wilfried F. Schoeller: Alfred Döblin. Eine Biographie
Carl Hanser Verlag


Über das Buch

Als Schöpfer des Franz Biberkopf zu Weltruhm gelangt, blieb Alfred Döblin (1878-1957) stets der große Unbekannte der deutschen Literatur, dem trotz des Erfolgs von Berlin Alexanderplatz der große Ruhm versagt blieb. Wilfried F. Schoeller porträtiert zum ersten Mal chronologisch und ausführlich Leben und Werk des Autors, der als Emigrant und – auf sein Werk bezogen – im Schatten Thomas Manns sowohl Opfer als auch Zeuge deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts war.
Alfred Döblin, der aus einer bürgerlichen jüdischen Familie stammte, arbeitete als Nervenarzt u. a. in Berlin und als Militärarzt im 1. Weltkrieg. Während des dritten Reichs lebte er als Emigrant in der Schweiz, Frankreich und den USA. Bereits 1910 begann er mit seiner schriftstellerischen Arbeit, mittels der er sein facettenreiches Leben künstlerisch verarbeitete.
Um dieses aufzuzeichnen nutzt Schoeller bisher unbekanntes Archivmaterial.

Die Jury: „Leidenschaftlich, mit Liebe zum Werk und genauer Kenntnis der Zeitumstände beschreibt Wilfried F. Schoeller das Leben Alfred Döblins – eine Einladung zur Neuentdeckung.“

Der Autor
Wilfried F. Schoeller, 1941 geboren, war Leiter der Abteilung „Aktuelle Kultur“ beim Hessischen Rundfunk / Fernsehen, Begründer und langjähriger Moderator des Literaturmagazins „Bücher, Bücher“ im deutschen Fernsehen und lehrte als Professor für Literatur an der Universität Bremen. Schoeller ist Verfasser zahlreicher Literaturfilme und Hörspiele und publizierte u. a. Monographien über Heinrich Mann, Michail Bulgakow und Oskar Maria Graf. Zudem gab er das Gesamtwerk von Oskar Maria Graf heraus Von 2002 bis 2009 war er Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums Deutschland. (Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)
Hanser, Carl GmbH + Co., € 34,90

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Anna Katharina Hahn: Am schwarzen Berg

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Belletristik


Anna Katharina Hahn: Am Schwarzen Berg
Suhrkamp Verlag

Über das Buch
Stuttgart, Sommer 2010: Emil, ein Lehrer kurz vor der Pensionierung, beobachtet von seinem Balkon aus, wie Peter, der Sohn seiner Nachbarn, in sein Elternhaus zurückkehrt. Peter ist krank und verwahrlost, seine Freundin Mia ist mit den gemeinsamen Kindern verschwunden. Der Verlust hat ihn völlig aus der Bahn geworfen.
Seit den siebziger Jahren leben Emil Bub und seine Frau Veronika, eine Bibliothekarin, am ‚Schwarzen Berg‘. Als Hajo und Carla Rau das Nachbarhaus kaufen, entdecken die kinderlosen Bubs deren kleinen Sohn Peter als Wahlverwandten. Emil zieht Peter tief hinein in seinen Kosmos aus schwäbischer Gelehrsamkeit und Leistungsverweigerung, in dessen Mittelpunkt der Romantiker Eduard Mörike steht.
Der Sommer in den einsamen Häusern am Rande des Stuttgarter Kessels vergeht mit den hilflosen Versuchen der beiden älteren Paare, den verzweifelten Peter wieder aufzurichten. Auf der Suche nach Mia und den Kindern durchstreift Emil mit dem Verzweifelten die überhitzte Stadt, und Hajo entwirft eine Therapie. Aber was hilft das jetzt noch?

Die Jury: „Eine gnadenlose Milieustudie des alltäglichen Lebens zweier Familien mit den Gewohnheiten und Verzweiflungen einer akademischen Mittelschicht. Jeder will alles gut machen und niemand merkt, wie im romantisch betulichen Milieu zwischen Eduard Mörike und ‚Stuttgart 21‘ ein Mensch vereinsamt und zerbricht. Scharfsichtiger beschreibt niemand den Blick über Nachbars Hecke.“

Autorin
Anna Katharina Hahn, geboren 1970 in Ruit (bei Stuttgart), studierte Germanistik, Anglistik und Volkskunde in Hamburg, arbeitete am Deutschen Bibel-Archiv und in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und lebt heute als Schriftstellerin in Stuttgart. Sie veröffentlichte zunächst Erzählungen (Sommerloch, 2000, und Kavaliersdelikt, 2004). 2009 erschien der Roman Kürzere Tage, der 2010 mit dem Roswitha-Preis der Stadt Gandersheim und dem Heimito von Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. (Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)

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Voraussichtlicher Liefertermin: März 2012

Suhrkamp Verlag GmbH, € 19,95

März 2012 – gebunden – 236 Seiten