Sherko Fatah: Ein weißes Land

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Belletristik


Sherko Fatah: Ein weißes Land
Luchterhand Literaturverlag


Über das Buch

Der junge Araber Anwar wächst im Bagdad der 30er Jahre zwischen allen Stühlen auf. Er kommt aus einfachen Verhältnissen, aber die Tagelöhner mit ihrer schweren Arbeit sind ihm fremd – genauso fremd wie die verlockenden Paläste der Reichen. Er träumt davon, sein Glück zu machen, und die Cafés mit den unverschleierten Frauen und dem Zigarettenrauch ziehen ihn unwiderstehlich an. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, scheinen Anwars Träume von den »schönen Häusern« und von Reisen in ferne Länder in Erfüllung zu gehen. Im Gefolge des Großmuftis von Jerusalem, eines Bundesgenossen der Nationalsozialisten in Deutschland, flieht er 1941 nach Berlin. Doch es ist ein geisterhaftes Exil, das ihn erwartet, und statt sein Glück zu finden, verliert er sich im Labyrinth der Geschichte und im Räderwerk des Krieges. Anwars Weg führt in die muslimischen Verbände der Waffen-SS, führt nach Weißrussland und endet bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes. Anwar wird überleben, wird in die Heimat zurückkehren, aber seine Träume sind zerstört.

Die Jury: „Vom orientalischen Straßenjungen zum Mittäter der Naziverbrechen: Mit Anwars Geschichte erweitert Sherko Fatah unseren zeithistorischen Gesichtskreis. Sein Roman ist glänzend geschrieben und fesselt mit einer spannenden Handlung.“

Der Autor
Sherko Fatah wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren. Er wuchs in der DDR auf und siedelte 1975 mit seiner Familie über Wien nach West-Berlin über. Hier studierte er Philosophie und Kunstgeschichte. Er erhielt zahlreiche Auszeichungen, u. a. den aspekte-Literaturpreis 2001 für seinen ersten Roman Im Grenzland, 2003 folgte das Alfred-Döblin-Stipendium und 2007 der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil. Ein weißes Land ist sein vierter Roman. (Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)
Luchterhand Literaturvlg., € 21,99

in den Warenkorb

Erstpräsentation: KURT SCHNÖRING: Dröppelmina, Husch-Husch und Zuckerfritz

Bücher Köndgen, Werth 79, Wuppertal Barmen
Dienstag, 18. Oktober 2011, 19:30 Uhr
Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten.

Erstpräsentation: KURT SCHNÖRING DRÖPPELMINA, HUSCH-HUSCH UND ZUCKERFRITZ

Kurt Schnöring erinnert in seinem neuen Buch an das fast vergessene Wuppertal des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Neben den oft genannten Namen Dröppelmina, Husch-Husch und Zuckerfritz und den um sie rankenden Anekdoten erinnert er z.B. daran, dass 1852 allein Elberfeld 42 Brauereien zählte – bei damals »nur« 50.000 Einwohnern. Noch in den sechziger Jahren existierten neben Wicküler die Brauereien Bremme, Gesenberg, Tienes, Waldschloß, Adler, Feldschloß und Höfenquell. Mit ihrem Sterben ging auch Kneipenkultur verloren: »Gemötlichkeit« wurde hier großgeschrieben, das »Krüksken« mit dem begehrten Gerstensaft blieb nie leer und lief so manchem Zecher buchstäblich »ut de Ogen«.

Kurt Schnöring, 1939 in Wuppertal geboren, ist einer der Kenner seiner Heimatstadt. Gut ein Dutzend Bücher über Wuppertal und das Bergische Land hat er veröffentlicht. Schnöring arbeitete bis 2002 als stellvertretender Leiter des Presseamtes der Stadt Wuppertal.

Edition Köndgen – Verlagsprogramm Sommer 2011

Soeben ist das aktuelle Verlagsprogramm der Edition Köndgen eingetroffen!
Im Mittelpunkt steht natürlich die neue Buchreihe „Wuppertals grüne Anlagen“. Zusammen mit den anderen – inzwischen auf eine zweistellige Zahl angewachsenen – Veröffentlichungen bietet die Edition Köndgen unter dem Motto  „Augenschmaus – Inspiration – Erinnerung“ ein buntes Spektrum an regionalen Themen.

Haben auch Sie Lust auf frische Bücher? Zum Anschauen bitte auf die Miniatur-Bilder klicken!