Wuppertaler Literatur Biennale 2014: Die Bergische Zeitschrift für Literatur KARUSSELL Nr. 3 stellt sich vor #wlb14

Bücher Köndgen in Barmen | Werth 79 | 42275 Wuppertal
24. Mai 2014 | 19.30 Uhr
Eintritt frei

Karussel_3In diesem Jahr findet vom 21.5. bis zum 30.5.2014 zum zweiten Mal das internationale Literaturfestival „Wuppertaler Literatur Biennale“ statt. Diesmal steht es unter dem Motto „Unterwegs in Europa“ und lädt zu einer literarischen Reise durch die Zeit und den Raum Europas ein, immer auf der Suche nach dem mit Worten gebannten Augenblick.

Zu diesem Thema erscheint anlässlich des Festivals ein neues Heft der Literaturzeitschrift „Karussell“. Der über hundert Seiten starke Band mit Erzählungen und Lyrik bietet Neues von bekannten Autoren wie Karl Otto Mühl, Hermann Schulz, Karla Schneider, Michael Zeller und vielen anderen.

Am Samstag, den 24.05.2014 um 19:30 Uhr stellen wir im Rahmen der „Wuppertaler Literatur Biennale“ das brandneue dritte „Karussell“-Heft vor. Die Autoren Falk Andreas Funke, Karl Otto Mühl, Ingrid Schaarwächter, Karla Schneider, Stefan Seitz und Ingrid Stracke lesen aus ihren prämierten Texten.

Der Abend wird von Christiane Gibiec moderiert.
Der Eintritt ist frei.

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6. Krimilesung im Polizeipräsidium mit Joe Bausch

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Am 07. Mai 2015 (19:00 Uhr) findet unsere nächste Lesung in der Reihe Tatort Präsidium statt: Joe Bausch liest aus seinem Buch „Knast“. Joe Bausch, kennen Sie nicht? Aber vielleicht ist Ihnen der Kölner Tatort und seinen Rechtsmediziner Joseph Roth bekannt? Joe Bausch spielt seit 1997 den knorrigen Pathologen im Kult-Tatort. Tatsächlich ist Joe Bausch im wirklichen Leben nicht nur Schauspieler, sondern auch Gefängnisarzt in der Justizvollzugsanstalt Werl. Mit seinem Buch „Knast“  (2013) berichtet er über sein Knast-Leben und will damit die „Blackbox Knast“ öffnen.

 

knastBausch will mit seinem Buch nicht nur unterhalten, er will über die Parallelwelt Knast informieren „Der Knast ist Spiegel der gesamten Gesellschaft.“ Rund 900 erwachsene Männer sitzen derzeit in der JVA Werl ein, Mindeststrafen ab zwei Jahren aufwärts: Ein Gefängnis für die ganz schweren Jungs. Bausch erzählt über seine Erlebnisse und die Eigentümlichkeiten dieses Ortes. (Auszug aus einem Pressebericht: Der Westen – 25.02.2013).
Einsatztrainer der Polizei demonstrieren in einer Vorführung die Eingriffstechniken der Polizei. Außerdem mit dabei: das Rock-Pop und Jazz-Ensemble des Landespolizeiorchesters unter der Leitung von Hans Steinmeier.

 

Bausch_Joe_c_Wolfgang_Schmidt KopieWenn Sie auch dabei sein wollen: die Lesung ist am 07.05.2014, 19:00 Uhr. Eintrittspreis 10 €-.

Karten: Telefon 0202 – 2480077 oder unter 8nach8@koendgen.de oder an der Abendkasse oder hier:

Der Ort fürs Wort | Literatalk Nr.1 | André Wiesler zu Gast

Literatalk gross

ACHTUNG! Termin wird verschoben! Die Veranstaltung am 27.6. fällt wegen Krankheit aus!

Die Literatur Biennale 2012 hat gebündelt ans Licht gebracht, was die Wuppertaler Literaturszene zu bieten hat. In allen möglichen Genres und Altersklassen tummeln sich Autoren, Verleger, Slammer, die mit Veröffentlichungen, Büchern und Lesungen in Erscheinung treten. Aber wer macht eigentlich was genau – und warum? Wer ist Hobbypoet, wer Profi? Was geschieht im Wuppertaler Literaturhaus und was machen die Vertreter des Schriftstellerverbands? Diesen Fragen widmet sich Autor und Journalist Jörg Degenkolb-Degerli mit dem neuen Live-Format Literatalk. Im Vieraugengespräch auf der Bühne gibt es Fragen und Antworten, an denen sich das Publikum gerne beteiligen darf. Gast der ersten Literatalk-Ausgabe ist der Autor André Wiesler, der in den Bereichen Mystery und Science Fiction zahlreiche Romane auf dem Markt hat. Parallel zum Schriftstellerdasein am Schreibtisch moderiert er als Wortpirat den Wuppertaler Poetry Slam. Wer ist der Mann? Was macht der da? Und die am meisten gestellte Frage: Kann der davon leben? – Wir klären das.

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André Wiesler

Der Autor:
André Wiesler wurde 1974 in Wuppertal geboren, wo er bis heute mit seiner Frau Janina und seinem Sohn Lorenz lebt und arbeitet. Er ist als Autor für phantastische Romane, Spieleentwickler, Marketing- und Social-Media-Berater, Lesekomiker, Übersetzer und Slam-Poet tätig. Außerdem unterrichtet er SchülerInnen jeden Alters in der Kunst, vor allem aber im Handwerk des Schreibens. In seiner Freizeit spielt er Rollen- und Brettspiele und betreibt Mixed Martial Arts. Mehr zu ihm erfahren Sie unter www.andrewiesler.de.

Der Moderator:
Jörg Degenkolb-Degerli, Autor und Journalist aus Wuppertal. 2010 trat der 1969 geborene Wuppertaler erstmals mit einer eigenen Lesereihe in Erscheinung, seitdem ist er mit verschiedenen Live-Formaten auf Bühnen präsent. Seit 2013 moderiert er den vom Kulturfonds unterstützten Literatalk.

Jörg Degenkolb-Degerli

Jörg Degenkolb-Degerli

Der Literatalk:
Wuppertaler Literaturschaffende zum Gespräch auf die Bühne bitten, Einblick in ihr Leben und Schaffen bekommen, Auszüge aus ihrem Werk kennenlernen – das sind die zentralen Inhalte des neuen Bühnenformats Literatalk. In lockerer Atmosphäre kann hier Live-Interviews gelauscht und können Publikumsfragen geklärt werden. Der Literatalk wird vom Kulturbüro der Stadt Wuppertal unterstützt und findet in Kooperation mit Bücher Köndgen statt.

Kontaktkof | Genügsamkeitsstr. 11
27.6.13 | 20 Uhr
7,-

Tickets gibts hier

Ralf Kramp & Sascha Gutzeit: Mords-Geburtstag

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Ralf Kramp

Road Stop Wuppertal | Einern 149 | 42279 Wuppertal
Donnerstag, 13.06.13 | 19 Uhr
Eintritt inkl. Welcome-Drink: 9,95 € / Alternativ: Lesung inkl. Welcome-Drink und Teilnahme am umfangreichen Fingerfood-Buffet im Road Stop Restaurant nach der Lesung 19,95 €

Sascha Gutzeit

Sascha Gutzeit

Wir tun es wieder: Die Krimireihe von Bücher Köndgen und Road Stop Wuppertal geht in die 2. Runde. Und Krimifreunde wissen: Den Täter zieht es immer zurück an den Tatort! So kehrt nach seinem mörderisch starken Abgang Autor Ralf Kramp in die Event Hall des Road Stop auf Einern zurück – aber diesmal nicht im Alleingang. Für die melodische Begleitung sorgt Sascha Gutzeit als »geheimnisvoller Gastmusiker«. So können Mord und Musik im Road Stop eine trauliche Verbindung eingehen!

Cover_MordsgeburtstagSie haben es wieder getan! Omma Brock, Kaplan Florian Unkel und Kommissarin Carola Coltella, das legendäre Ermittlertrio aus der Eifel, haben ihre Nasen wieder einmal tief in einen mysteriösen Mordfall im Dörfchen Welterscheid gesteckt.Eigentlich hätte es ein großes Fest mit allem Tamtam werden sollen, denn Severin Scholzen, der unbestreitbar älteste Eifeler, wollte seinen einhundertsechsten Geburtstag begehen. Aber das Freudengeläut von Sankt Blasius klingt plötzlich wie das Totenglöcklein, denn am Glockenseil hängt eine männliche Leiche. Von nun an geht die Angst um in Welterscheid. Hat mit dem geheimnisvollen Gastmusiker Sascha Gutzeit der Tod Einzug gehalten?

Monica Mirelli, Ralf Kramp, Carsten Sebastian Henn
Mords-Geburtstag

Buch und Pustekuchen im Organzabeutel. ‚KBV-Specials‘. kartoniert

Hier können Sie sich anmelden:

Lesung Heidi Schmitt: „Jubiläumsbecher in der Busspur“

Foto: schneider outdoor visions

Foto: schneider outdoor visions

Bücher Köndgen | Werth 79 | 42275 Wuppertal
Dienstag, 14.05.13 | 19:30 Uhr
Lesung Heidi Schmitt
„Jubiläumsbecher in der Busspur“
Laufgeschichten aus der Provinz und von Anderswo

Lesen und laufen hat bei Köndgen schon Tradition. Ganz besonders die laufenden BuchhändlerInnen im Team freuen sich auf die zweite sportliche Lese-Veranstaltung: Nach der reinen Trainingslehre von Herbert Steffny verordnen wir Läuferinnen und Läufern aus dem Bergischen Land unterhaltsame Regeneration mit Frauschmitt!

Der Eintritt ist frei, wir bitten aber um frühzeitige Voranmeldung.

Ihre Artikel erscheinen regelmäßig im Laufmagazin RUNNER’S WORLD, mehr als 1000 Fans folgen ihr auf Facebook und ihr Blog „Laufen mit Frauschmitt“ gehört seit vielen Jahren zur festen Größe in der Sportbloglandschaft. Dort erwarteten laufbegeisterte Menschen nicht die üblichen Zahlenspielereien und Bestzeitjagden, sondern völlig subjektive Berichte, in denen die Gewinner eines Laufes selten vorkommen. Besonders beliebt sind die sogenannten „Schmittcasts“, in denen die Autorin ihre Erlebnisse vorliest.

„Über Volksläufe in der Provinz gibt es viel zu erzählen. Wer auf der Strecke schon einmal von einem 74-Jährigen überholt wurde, weiß, dass dort einige Dinge etwas anders sind als sonst.“ (Heidi Schmitt)

Nun hat Heidi Schmitt auf vielfachen Wunsch ihrer Fangemeinde aus den gesammelten Episoden einen „Blog zum Blättern“ für ihre Lesereise gemacht. Denn ohne Buch, das konnte sie sich nicht vorstellen: „Zwar gehen Millionen Menschen, die nie ein Buch geschrieben haben, in Buchhandlungen und lesen dort. Aber nicht laut. Ohne Autorin zu sein, so richtig mit Buch, möchte ich nicht dort lesen.“

Konsequenterweise hat Heidi Schmitt also ein Buch im Gepäck, wenn sie zur Lesung aus Frankfurt anreist. Über die 2012 erschienene Kurzgeschichtensammlung schreibt Frank Hofmann, der Chefredakteur der RUNNER‘S WORLD: „Niemand hat je den Mikrokosmos eines Volkslaufs oder die Eigenheiten des Läuferlebens so genau, so komisch und so liebevoll zugleich seziert. Ein Muss für alle Nicht-Läufer, die Läufer verstehen wollen – und für alle Läufer, die zur Abwechslung mal ihre Lachmuskeln trainieren wollen.“

Heidi_Schmitt_Cover-1Heidi Schmitt
Jubiläumsbecher in der Busspur
Laufgeschichten aus der Provinz und von Anderswo.
ISBN: 3848222523
EAN: 9783848222520
Paperback BoD
2012 | kartoniert | 180 Seiten | € 13,90

Nachtrag: Unser erster Indiebookday. Ein Bericht von Wilma Schrader.

“Das hat schon verbrannte Erde hinterlassen”

Dass die Herstellung und der Vertrieb von Büchern ein hoch emotionales Thema ist, zeigte der erste Indiebookday bei Köndgen. Drei Verleger und Geschäftsführer Thomas Helbig diskutierten über unabhängige Verlage, Buchhandlungen und große Konzerne. Moderation Ruth Eising

Die Lesebank mit Wilma Schrader

Die Lesebank mit Wilma Schrader

Etwas ungewöhnlich für eine Buchhandlung – es gibt eine deftige Suppe umsonst, allerdings selbstverständlich mit Buchstabennudeln. Auf den Tischen bei Köndgen liegen zahlreiche Bücher, die mit dem Logo des ersten Indiebookday gekennzeichnet sind. Titel wie “Überall ist leicht zu verpassen”, oder “Psst – Geschichte einer Kindheit” erscheinen in keiner Bestsellerliste und sind auf keinem Präsentationstisch der großen Buchhandelskonzerne zu finden. Sie alle zeichnen sich durch besonders sorgfältiges Handwerk und gutes Design aus, das eine oder andere buchstäblich, denn es trägt die goldene Plakette der Stiftung Buchkunst auf der zu lesen ist: “eines der schönsten Bücher Deutschlands”. Solche Druckwerke liegen angenehm in der Hand, sie sind leicht zu blättern, sie riechen gut und sie sind eine Augenweide, die es dem Leser einfach machen, den Text zu erfassen, weil sie sorgfältig gesetzt und lektoriert sind.

Christopher Schroer, Monika Bilstein, Stefan Weidle und Ruth Eising

Christopher Schroer, Monika Bilstein, Stefan Weidle und Ruth Eising

Das ist die Welt der unabhängigen Verleger, solche wie Stefan Weidle vom Weidle Verlag / Bonn, Monika Bilstein vom Peter Hammer Verlag/Wuppertal und Christopher Schroer vom Schroer Verlag / Lindlar. Sie sind Menschen die noch auf der Suche nach dem richtigen Leim sind, die sich Gedanken machen über Papier, Fadenheftung und den gut gestalteten Einband. Sie wollen mit jedem Buch meisterhaftes Handwerk vorlegen, das Ewigkeiten überdauern kann. Trotz des schon seit je her anstrengenden Lebens zwischen der Euphorie, die Buchwelt um ein weiteres Kunstwerk bereichert zu haben und der finanziellen Pleite, ist die deutsche Verlagsszene vielfältig. Dennoch könnte sie in der nächsten Zeit zu einer bedrohten Art werden. Weidle, Bilstein und Schroer haben eine Mission. Sie wollen den drohenden Kahlschlag, ausgelöst durch Internethändler wie Amazon, duch E-books und durch Buchhandelsketten verhindern.

Weidles Bücher haben schon mehrfach die Auszeichnung der Stiftung Buchkunst “schönstes Buch Deutschlands” erhalten. Der Peter Hammer Verlag ist mit seinem Jugendbuch “Als der Tod zu uns kam” mit dem deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet worden und aktuell mit der Neuerscheinung “Der Pirat und der Apotheker” von Robert Stevenson wieder dafür nominiert. Christopher Schroer erst seit 2009 Verleger hat ein breites Medienecho ausgelöst, weil er als einer der ersten – als Folge aus dem Leiharbeiter Skandal – in einem offenen Brief an Jeff Bezos die Zusammenarbeit mit Amazon aufgekündigt hat. Er schildert, dass die verantwortungslose Unternehmensunkultur nicht bei den Mitarbeitern aufhört, sondern sich in der Zusammenarbeit mit den Lieferanten fortsetzt. Interfaces ersetzen die Kommunikation mit Menschen, die Rabattforderungen von 55% sind im Rahmen der Buchpreisbindung, die einem Verlag nur 50% erlauben, verboten und nur mit Tricks zu umgehen. So war bei ihm die Leidensgrenze überschritten, nachdem die Medien die Missstände bei der Leiharbeit im Amazonlager aufgedeckt haben. Auf die Frage Weidles ob er denn 2009 keine Angst gehabt habe unter diesen Bedingungen einen neuen Verlag zu gründen, antwortet Schroer lakonisch – nein, denn die Herstellung von Büchern sei immer genau das gewesen, was er machen wollte.

Verlage werden von Banken als Risikobranche eingestuft und erhalten wenn überhaupt, nur mit viel Überzeugungsarbeit Unterstützung. Für Weidle gehören Mut dazu und nach Möglichkeit “ein großes Erbe” im Rücken, um einen unabhängigen Verlag erfolgreich führen zu können. Sarkastisch meint er, “den Pleitegeiern schmecken kleine Verlage nämlich besonders gut. Aber auch ich bin immer wieder bereit, mich als Opfer darzubringen.” ” Ich weiss schon garnicht mehr wie das ist,” fast ein bisschen schuldbewußt schildert Monika Bilstein die gesunde Lage des Peter Hammer Verlags, der schon seit Jahren keine Hilfe der Banken mehr benötigt. Dennoch weiss sie um die prekäre Lage vieler Kollegen und setzt sich mit Weidle im Vorstand der “Kurt Wolff Stiftung” für ein Fördersystem ein. “In Frankreich” betont sie, “gibt es das schon lange. Buchhändlern wird sogar die Gewerbesteuer erlassen. Hier ist das undenkbar.” Und mit Blick auf die Multis der Branche meint sie, dass es ohne Buchpreisbindung auf keinen Fall gehe. “Würde die fallen, können wir alle zu machen.”

Thomas Helbig

Thomas Helbig

Auf die Frage ob denn E-Books den Händlern ausreichende Gewinnmargen erlauben, antwortet Buchhändler Thomas Helbig, dass mit entsprechenden Geräten und den Downloads durchaus Geld zu verdienen sei. “Man darf sich nicht in das geschlossene System von Amazon begeben! Der Kindle erlaubt nur den Download bei Amazon.” Er führt aus, dass neben den E-Books die auf seiner Webseite herunterzuladen sind, auch aus einem Bestand von 7. Mio. Titeln ausgesucht und bestellt werden kann. Die Versendung erfolgt kostenfrei und am nächsten Tag. Die Abwicklung ist dazu ökologischer als die von Amazon. Denn Helbig kann auf die seit Jahren erprobte und ausgereifte Logistik des deutschen Buchhandels zurückgreifen : “Wer braucht da noch Amazon!”

“Ob er denn, nachdem Thalia nun in Elberfeld geschlossen habe, wieder daran denke zurück zu kommen,” möchte ein Zuhörer wissen. Thomas Helbig macht eine lange Pause. Mit erstickter Stimme sagt er dann: ” Da ist schon verbrannte Erde hinterlassen worden. Ich kann immer noch nicht richtig darüber reden. Wenn man erst einmal vertrieben worden ist, ist es nicht einfach zurück zu kommen.” Und nachdem er sich wieder gefangen hat meint er, dass er mit der geplanten Erweiterung des ECE und der Vergrößerung der Handelsfläche um mindestens 100.000 qm keine Chance sehe: “Man muss sich immer überlegen was für eine Innenstadt man haben will!” Er frage sich, wer das alles kaufen soll und verweist auf Remscheid, dessen Innenstadt gerade verödet, weil dort ein übergroßes Handelszentrum gebaut worden ist. Betroffen und gerührt erhält Thomas Helbig heftigen Beifall.

Amazon und große Ketten können genau das nicht – sie können keine Nähe und keine Identifikation erzeugen. Das vermag nur der Händler vor Ort, der mit seinem Unternehmen verwurzelt ist und für den seine Arbeit sein Leben ist. Sie sind ein wichtiger Garant für Heimat und Lebensqualität, auf die keine Stadt verzichten kann. (Wilma Schrader für njuzz.de)

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#indiebookday | INDEPENDENT DAY bei Köndgen | unabhängiger Buchhandel trifft unabhängige Verlage

header-1Indiebookday  + Twittagessen + Live-Act
23. März 2013 | 12:00 bis 18:00 | Bücher Köndgen Barmen

Ein Tag, viele Begegnungen – und die Spatzen sollen es aus der Buchhandlung twittern: Am INDIEBOOKDAY bringen wir zusammen, was zusammengehört: Verlage, die sich ihre Unabhängigkeit bewahrt haben und tolle Bücher machen. Leser, die solche mit Leidenschaft gemachte Bücher zu schätzen wissen. Den unabhängigen Buchhandel, der den INDIEBOOKS die Bühne bietet, die sie verdienen. Und die Twitterer, die Lust auf ein Treffen bei Buchstabensuppe und zwischen Büchern haben.

Um 12:00 Uhr starten wir mit dem Twittagessen. Der Treffpunkt für Twitterer ist extra ausgeschildert ebenfalls im Laden, einfach dem Vögelchen folgen! Auch alle anderen dürfen sich schon ab mittags einfinden. Wir bauen eine schöne Location für die Fotos von euch und euren Lieblings-Indiebooks auf und bieten Hilfestellung beim Fotografieren. Ihr findet eine große Auswahl an Indiebooks unterschiedlichster Verlage.

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Stefan Weidle

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Monika Bilstein

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Christopher Schroer

Um 15 Uhr begrüßen wir auf unserer Verleger-Bühne:
Stefan Weidle Verleger (Weidle Verlag) und Vorstandsvorsitzender der Kurt Wolff Stiftung, Monika Bilstein (Peter Hammer Verlag und ebenfalls im Vorstand der KWS), die einen Einblick in ihre Arbeit als unabhängige Verleger geben und ihre Frühjahrsneuerscheinungen vorstellen – und Christopher Schroer (Schroer Verlag), bekannt aus der Presse als der Verleger, der seinen Vertrag mit amazon in einem offenen Brief an Jeff Bezos gekündigt hat: »Mit sofortiger Wirkung. Ohne Wenn und Aber und mit allen Konsequenzen.« Wir freuen uns auf eine spannende Talkrunde! Moderation: Ruth Eising.

Was ist der INDIEBOOKDAY und wer hat ihn erfunden?

Der mairisch Verlag aus Hamburg lädt dieses Jahr erstmalig zum INDIEBOOKDAY:

Am 23. März 2013 ist Indiebookday!
Ihr liebt schöne Bücher. Am 23.03.2013 könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:

Wie funktioniert’s?

Geht am 23.03.2013 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Hauptsache ist: Es stammt aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag. Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog Eurer Wahl unter dem Stichwort „Indiebookday“. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

Zum Hintergrund

Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Word of Mouth

Word of Mouth

Nach Bergischen Waffeln zum T(w)ee(t) gibt uns Word of Mouth um 17 Uhr was auf die Ohren. Jan Poprawa (Bass), Florian Roderburg (Gitarre & Gesang) und Matthias Bleckmann (Schlagzeug) sind Word of Mouth. Ihr progressiv orientierter Rock bewegt sich irgendwo zwischen Pink Floyd, Porcupine Tree und King Crimson.

 

 

 

 

 

 

 

Das Verlegerehepaar Weidle

Barbara und Stefan Weidle

Update 21. Februar: Ein Bild, das um die Welt ging. 🙂 Das Ehepaar Weidle bei unserer »Nacht der schönsten Bücher 2012«
Nachdem unsere Jubiläumsfeierlichkeiten mit dem engagierten Verlegerehepaar schon ein Weilchen her sind, freuen wir uns umso mehr, sie zum #indiebookday wieder zu Gast haben. Nutzt die Gelegenheit, sie bei uns zu treffen!«