Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.
Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.

Jonas Jonasson, geb. 1962 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen „Smålandsposten“ und „Expressen“. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er alles und zog in den Schweizer Kanton Tessin. Sein Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ trat in Schweden eine regelrechte Allan-Karlsson-Manie los. Inzwischen erscheint der Titel in ganz Europa und entwickelt sich zu einem internationalen Bestseller. Zurzeit schreibt Jonasson an einem zweiten Roman.

Übersetzt von Wibke Kuhn
carl’s books, € 14,99

August 2011 – gebunden – 416 Seiten

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Willliam Trevor: Turgenjews Schatten

Mary Louise Dallon ist jung und hat Angst, auf dem Bauernhof ihrer Eltern zu versauern. Und so kann sie den scheinbaren Reizen der nahegelegenen Kleinstadt und dem Werben des viel älteren Textilhändlers Elmer Quarry nicht widerstehen. Doch statt eines abwechslungsreichen, erfüllten Lebens in der Stadt erwarten sie Feindseligkeit und Desinteresse. Ein Lichtblick für kurze Zeit ist ihr kränklicher, melancholischer Cousin Robert, der ihr seine Leidenschaft für Literatur näherbringt. Bei ihren heimlichen Treffen lesen sie gemeinsam Turgenjew und werden zu Verbündeten. Als Robert stirbt, zieht Marie sich vollkommen zurück und lebt fortan in einer Welt aus Phantasien und Erinnerungen. Bis sie eines Tages einen letzten Ausbruchsversuch wagt. Einfühlsam und zart erzählt Trevor von Liebe und Verlust.

William Trevors umfangreiches Werk umfasst Romane und Erzählungen und wurde mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet. „Turgenjews Schatten“ stand 1991 auf der Shortlist des Booker Prize, und auch seine letzten beiden Romane, „Die Geschichte der Lucy Gault“ (Hoffmann und Campe 2003) und „Liebe und Sommer“ (2009), waren für den Booker Prize nominiert. Bei Hoffmann und Campe erschienen außerdem die Erzählungsbände „Seitensprung“ (2005), „Tod des Professors“ (2007) und „Geborgtes Glück“ (2008). Der Roman „Felicias Reise“ erschien 2009 in einer komplett überarbeiteten Übersetzung.

Übersetzt von Thomas Gunkel
Hoffmann und Campe Vlg GmbH; € 19,99

September 2011 – gebunden – 283 Seiten

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Stanley Fish: Das Recht möchte formal sein. Essays.

Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stanley Fish gilt wegen seines antifundamentalistischen Pragmatismus als »enfant terrible« der akademischen Welt. Zugleich ist er aber ein bedeutender Essayist in bester angelsächsischer Tradition, der in Deutschland noch zu entdecken ist. Der Band versammelt eine Auswahl seiner Essays, die von den frühen Arbeiten zur Literaturtheorie und Sprachphilosophie bis zu den späteren über das Recht, die Rechtsinterpretation und den Rechtspositivismus reicht. Fish provoziert. Sein Werk ist kein Plädoyer für eine bestimmte rechtliche Ordnung und auch keines für eine Befreiung von dieser, sondern die Beschreibung einer Welt, in der Rhetorik, Verschleierung und Improvisation vorherrschen.

Stanley Fish ist emeritierter Dekan des College of Liberal Arts and Sciences der University of Illinois in Chicago, Davidson-Kahn Distinguished University Professor of Humanities and Law an der Florida International University in Miami und regelmäßiger Kolumnist der New York Times.

Herausgegeben von Heinz Bude, Michael Dellwing
Übersetzt von Klaus Binder
Suhrkamp Verlag GmbH, € 15,-

November 2011 – kartoniert – 279 Seiten

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Hans Sarkowicz, Alf Mentzer: Schriftsteller im Nationalsozialismus

Autoren wurden auf den Index gesetzt, ihre Werke verboten und verbrannt. Erfolgreich waren die, die sich bewußt in den Dienst der Nationalsozialisten stellten. Doch nicht alle Literatur, die zwischen 1933 und 1945 in Deutschland veröffentlicht wurde, war »Naziliteratur«. Das literarische Leben war weitaus vielfältiger, als es sich in einem solch repressiven System erwarten ließe.
Ideologienahe Literatur war nur eine Seite des Literaturbetriebs. Die andere Seite zeigt sich beispielsweise darin, daß es für jüdische Autorinnen und Autoren, wie für Gertrud Kolmar und Mascha Kaléko, noch bis 1938 bescheidene Publikationsmöglichkeiten in Deutschland gab. Viele Schriftsteller, die den Nationalsozialismus verabscheuten und verfolgt wurden, emigrierten ins Ausland, wie Bertolt Brecht oder Thomas Mann. Andere jedoch, wie Ricarda Huch oder Erich Kästner, blieben und suchten Zuflucht im »inneren Exil« – oder bemühten sich um Anpassung, wie Hans Fallada oder Gerhart Hauptmann. Und dann sind noch viele der großen Autoren der Nachkriegszeit zu nennen, wie Marie Luise Kaschnitz, Wolfgang Koeppen oder Max Frisch, deren literarische Anfänge in ebendiesen Jahren lagen.
Das biographische Lexikon versammelt die wichtigsten Schriftsteller, die zwischen 1933 und 1945 in Deutschland publizierten – auch die, die bislang nirgends Berücksichtigung fanden. Es liefert verläßliche Daten und Beurteilungen, wertet erstmals zugängliche Dokumente aus und gibt in einem ausführlichen Essay eine Einführung in die Literatur- und Verlagspolitik der NS-Zeit.

Hans Sarkowicz, Studium der Germanistik und Geschichte in Frankfurt, seit 1979 beim Hessischen Rundfunk, leitet das hr2-Ressort Kultur, Bildung und künstlerisches Wort, Buchveröffentlichungen zu politischen, literaturgeschichtlichen und kulturhistorischen Themen, Biografien (zus. mit anderen Autoren) über Erich Kästner, Heinz Rühmann, Philipp von Boeselager und die Familie Büchner, Mitherausgeber der Werke Erich Kästners, Herausgeber der Tondokumente zur Geschichte des deutschen Buchhandels, im Insel Verlag u. a. Als der Krieg zu Ende war. Erinnerungen an den 8. Mai 1945 (Hg.) und Hitlers Künstler. Die Kultur im Dienst des Nationalsozialismus (Hg.).

Insel Verlag GmbH, € 48,-

Mai 2011 – gebunden – 676 Seiten

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Stefanie Sammet, Stefan Schwartz: Existenzgründung für Dummies

Tja, so schnell kanns gehen … Soeben noch angestellt beim Staat, brauchts dann plötzlich doch eine neue Existenz! Die Reihe für Dummies bietet zum Glück für alle Lebenslagen gute Ratgeberbücher. Empfehlenswert nicht nur für Ex-Bundespräsidenten!

Wer sich selbstständig machen will, muss vieles beachten: Ist die Geschäftsidee konkurrenzfähig? Wie lässt sich der neue Betrieb finanzieren und welche Förderungsmöglichkeiten gibt es? Was muss in einem Businessplan stehen? Wie erfahre ich, was meine Kunden wünschen und wie erreiche ich sie? Und wenn das alles geschafft ist, wie gründet man eigentlich eine Firma? Wie übersteht man das verflixte erste Jahr? Diese und viele weitere Fragen rund um die Existenzgründung beantwortet dieser freundliche, zupackende Ratgeber.

Auf der CD zum Buch befinden sich jede Menge Checklisten, Beispiele für Businesspläne, Finanzkalkulationen und Korrespondenz.

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Thomas Frahm: Feuerköpfe.

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Übersetzung

Aus dem Bulgarischen von Thomas Frahm
Vladimir Zarev: „Feuerköpfe“
Deuticke Verlag

Über das Buch
Nach Familienbrand ist der Roman Feuerköpfe der zweite Teil einer Trilogie, die am Beispiel der Kleinstadt Widin vom sozialistischen Aufbau Bulgariens nach dem zweiten Weltkrieg erzählt. Zarev portätiert die Familiengeschichte der Weltschevs während der Zeit der gesellschaftlichen und politischen Umwandlung Bulgariens in die Volksrepublik zwischen 1946 und 1976.
Frühjahr 1946: Wer mit den Deutschen paktiert und sich nicht rechtzeitig vor dem Einmarsch der Russen in Sicherheit gebracht hat, wird gefoltert. Agitatoren ziehen über die Dörfer und verteilen Broschüren über das neue Leben. Einer davon ist Krum Marijkin. Schwer zu sagen, was zäher ist: seine Muskeln oder sein Wille, die Menschen zum wahren Glauben, dem an den Sozialismus, zu bekehren. Auch sein Cousin, der ehemalige Untergrundkämpfer Weltschev, bekommt eine Karrierechance – doch er ist letztlich nicht skrupellos genug, um sie zu nützen.

Die Jury: „Wladimir Zarev ist der literarische Chronist Bulgariens, ein Balzac des 20. Jahrhunderts. Er hat, nicht erst mit diesem Werk, in Thomas Frahm einen hingebungsvollen Übersetzer gefunden, der der Opulenz, der Registervielfalt, dem epischen Gestus und dem Reichtum des Vokabulars kongenial gerecht wird.“

Der Übersetzer
Thomas Frahm, geboren 1961 in Duisburg, lebt seit 2000 als Übersetzer und Autor von Lyrik, Kurzprosa und Essays in Sofia. Er wurde 2009 mit einem Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet und 2010 für Familienbrand von Vladimir Zarev für den Literatur- und Übersetzungspreis „Brücke Berlin“ des Goethe Instituts nominiert. Neben Vladimir Zarev übersetzte er auch Angel Wagenstein und Blaga Dimitrova aus dem Bulgarischen ins Deutsche. (Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)

Deuticke Franz Verlagges., € 25,90
Juli 2011 – gebunden – 700 Seiten

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Nikolaus Stingl: Der Tunnel.

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Übersetzung

Aus dem amerikanischen Englischen von Nikolaus Stingl
William H. Gass: „Der Tunnel“
Rowohlt Verlag GmbH

Über das Buch
Professor William Frederick Kohler, Historiker einer Universität im Mittleren Westen und Spezialist auf dem Gebiet Das Dritte Reich, ist gerade dabei, sein Buch „Schuld und Unschuld in Hitlers Deutschland“ zu vollenden, als das Verfassen des noch fehlenden Vorwortes ein Desaster auslöst. Nach einer unerklärlichen Blockade beginnt er plötzlich das Gegenteil einer historischen Studie aufzuschreiben – einen radikal subjektiven, chaotischen Text, gespickt mit Lügen, Verzerrungen und Verarbeitungen seiner eigenen Lebensgeschichte. Gleichzeitig beginnt er unter seinem Haus einen Tunnel zu graben, der zum Symbol seines Versuchs wird, sich aus seinen beruflich wie privat unbefriedigenden Verhältnissen und seiner Vergangenheit, die nicht zuletzt Aufschluss über die gesellschaftlichen und charakterlichen Voraussetzungen für das Entstehen einer faschistischen Haltung gibt, zu befreien. Der Tunnel, 1995 erschienen, ist das Hauptwerk des 1924 geborenen William H. Gass, einem der letzten großen US-Autoren des späten 20. Jahrhunderts.

Die Jury: „Immense Ausdauer, Erfindungskraft und formale Sicherheit waren bei der Übertragung dieses Riesenromans notwendig. Nikolaus Stingl hat das mit Bravour besorgt, von den ausschweifend opulenten Satzperioden über die eingestreuten Gedichte bis zu den zahllosen Wortspielen.“

Der Übersetzer
Nikolaus Stingl, geboren 1952 in Baden-Baden, studierte Anglistik, Germanistik und Musikwissenschaften in Heidelberg. Seit 1980 ist Stingl als freier Literaturübersetzer tätig und übersetzte zahlreiche Autoren der englischen und amerikanischen Gegenwartsliteratur, darunter u. a. William Gaddis, John Irving, Henry James, D. H. Lawrence, Cormac McCarthy, Thomas Pynchon und John Updike. Nikolaus Stingl erhielt u. a. 1995 den Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis und 2007 den Paul-Celan-Preis.(Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)

Rowohlt Verlag GmbH, € 36,95
September 2011 – gebunden – 1092 Seiten

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