Schattenland | Literatalk mit Stefan Melneczuk

Pressefoto Stefan Melneczuk Kopie»Die Shortstory wird in Deutschland nach wie vor unterschätzt: Unheimliche Kurzgeschichten können Horror mit Anspruch verbinden.« – Davon ist der Autor Stefan Melneczuk überzeugt und wird dies bei seinem Besuch im Literatalk unter Beweis stellen. Mit seinen Thrillern »Marterpfahl« und »Rabenstadt« – mit Schauplätzen im Ruhrgebiet und im Bergischen Land – hat er sich bundesweit eine Fan-Gemeinde erschrieben. Sein neues Buch »Schattenland« versammelt 32 rabenschwarze Geschichten aus 25 Jahren, neben frühen und inzwischen vergriffenen Shortstories auch unveröffentlichte oder in Anthologien erschienene Texte. Hier findet sich alles, was im schwarzen Genre Rang und Namen hat: Eine außer Kontrolle geratene Geisterbeschwörung, Außerirdische, die weltweit auf Menschenjagd gehen, »Schläfer«, die in einer Diktatur erwachen, und Rockmusik, die zu einer tödlichen Waffe wird. Zudem gibt es eine schräge Vampir-Persiflage, eine moderne Gespenstergeschichte vor klassischer Kulisse sowie zwei dunkle Love-Stories, in denen Liebe den Tod überdauert. Stefan Melneczuk, der mit Stephen Kings unheimlichen Geschichten und der Musik von Depeche Mode aufgewachsen ist, balanciert gekonnt auf der Schwelle zwischen sanftem Schauer und purem Horror. Einige seiner Geschichten würzt er mit dem ihm eigenen schwarzem Humor – den er auch bei seinen berüchtigten Lesungen an den Tag legt. Lokalkolorit aus Wuppertal und Umgebung fehlen im neuen Buch ebenfalls nicht.

So ist »Schattenland« vor allem eines: Unberechenbar wie eine Fahrt durch eine Nacht ohne Vollmond, und das ohne die üblichen blutigen Klischees. Alle Texte wurden für dieses Buch komplett überarbeitet. Stefan Melneczuk über die vergangenen beiden Jahre im »Schattenland«: »Das war wie der Blick in einen alten Spiegel: Du schaust mit 42 Jahren hinein und siehst mit 17 wieder hinaus. Unheimlich.«

Der Autor:

Halloween für immer: Stefan Melneczuk ist Schriftsteller und Journalist und kam am 31. Oktober 1970 in Hattingen zur Welt. Seit 1985 schreibt er dunkle Literatur. Auszeichnung beim Treffen Junger Autoren in Berlin (1987), bei den Hattinger Literaturtagen (1993) und beim Ruhr-Futur-Wettbewerb der Ruhr-Universität Bochum (1997). Seit 1998 erscheinen seine Romane und Kurzgeschichten in Buchform. Er steht seit Anfang der 90er Jahre über seinen spirituellen Meister Edgar Allan Poe in engem Kontakt mit dem Schattenreich.

Der Moderator:

Jörg Degenkolb-Degerli, Autor und Journalist aus Wuppertal, leitet u.a. redaktionell das Stadtmagazin coolibri. 2010 trat der 1969 geborene Wuppertaler erstmals mit einer eigenen Lesereihe in Erscheinung, seitdem ist er mit verschiedenen Live-Formaten auf Bühnen präsent. Seit 2013 moderiert er den vom Kulturfond unterstützten Literatalk.

Der Literatalk:

Wuppertaler Literaturschaffende zum Gespräch auf die Bühne bitten, Einblick in ihr Leben und Schaffen bekommen, Auszüge aus ihrem Werk kennenlernen – das sind die zentralen Inhalte des neuen Büh- nenformats Literatalk. In lockerer Atmosphäre kann hier Live-Interviews gelauscht und können Publikumsfragen geklärt werden. Der Literatalk wird vom Kulturfond unterstützt und findet in Kooperation mit Bücher Köndgen statt.

Literatalk im Kontakthof Donnerstag, 7.11.13 – 20:00 Uhr | Genügsamkeitstraße 11 | 42105 Wuppertal  | Eintritt: € 7,–

Tickets hier

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