Siegfried Lenz: Schweigeminute

Stella Petersen war zweifellos eine der beliebtesten Lehrerinnen am Lessing-Gymnasium. Ihre Lebensfreude, ihre Intelligenz und Belesenheit verschafften ihr die Anerkennung und den natürlichen Respekt des Kollegiums wie den ihrer Schüler. Und gewiss führte die Liebe zu ihrem Schüler Christian, die über das ungleiche Paar am Ende der Sommerferien hereinbrach, zu jener Verwirrung der Gefühle, deren Intensität und Kraft beide überwältigt.

Siegfried Lenz hat eine grossartige Novelle geschrieben über die Liebe eines Gymnasiasten zu seiner Englischlehrerin, eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Erwachsensein, eine Geschichte, in der unbeschreibliches Glück neben tief empfundener Trauer steht.

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, zählt zu den bedeutendsten und meistgelesenen Schriftstellern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Seine Werke erscheinen seit 1951 (»Es waren Habichte in der Luft«) im Hoffmann und Campe Verlag und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschienen aus Anlass des 80. Geburtstages Lenz‘ sämtliche Erzählungen in einem Band (»Die Erzählungen«) und die autobiografische Essaysammlung »Selbstversetzung«.

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David Guterson: Ed King

Walter, der als Versicherungsmathematiker davon lebt, Risiken zu berechnen, geht das größte Risiko seines Lebens ein, als er sich von Diane, dem minderjährigen Au-pair der Familie, verführen lässt. Schwanger geworden, erpresst sie Walter und setzt das Baby aus, bevor sie ihr Glück als Escort in Portland versucht. Ihr Baby wird von einem kinderlosen wohlhabenden Ehepaar adoptiert und Edward King genannt, er ist hochbegabt und wird Internet-Tycoon, der »King of Search« – der sein schnelles Erfolgsleben auf ein Schicksal zulebt, das außerhalb seiner Macht steht.

In seinem neuen großen Roman erzählt der Autor von »Schnee, der auf Zedern fällt«, wie drei Menschen im Kampf um ihren amerikanischen Traum an der zerstörerischen Kraft der Leidenschaft scheitern.

David Guterson lebt mit seiner Frau und seinen Kindern auf Bainbridge Island im Puget Sound westlich von Seattle. Sein erster Roman „Schnee, der auf Zedern fällt“, für den er den Pen/Faulkner Award erhielt, machte ihn weltberühmt.

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„Ich schenk dir eine Geschichte“ – das Welttags-Buch für Kinder

Es begeistert jedes Jahr hunderttausende von Kindern und erscheint 2012 bereits zum 16. Mal! Wir freuen uns, dass wir Ihren Schülerinnen und Schülern dieses Mal ein ganz besonders Geschenk machen können: Aus der Geschichten-Anthologie ist ein spannender Kurzroman geworden. Christine Fehér hat mit “Die Kinder vom Brunnenplatz” einen Kurzroman in übersichtlichen Kapiteln für den Welttag geschrieben.
Herausgegeben wird der Band von der Stiftung Lesen, vom cbj-Verlag, der Deutschen Post AG und vom ZDF.

Zwischen dem 16. April und dem 5. Mai 2012 können die Gutscheine für das Buch »Ich schenk dir eine Geschichte« bei uns eingelöst werden.

Die Bücher zur Wuppertaler Literatur Biennale 2012

Vom 6. bis 16. Juni 2012 findet erstmalig die Wuppertaler Literatur Biennale statt und steht ein Jahr nach dem „Arabischen Frühling“ unter dem Thema „Freiheit“. Internationale und lokale Autorinnen und Autoren werden in Wuppertal lesen und diskutieren: Chalid Al-Chamissi (Ägypten), Samar Yazbek (Syrien), Herta Müller, Margriet de Moor (Niederlande), Christoph Ransmayr (Österreich), Abbas Khider (Irak), John von Düffel, Artur Becker und Dariusz Muszer (Polen) sowie viele Wuppertaler Autoren:

7. Juni 2012: Eine Spaziergangslesung im Botanischen Garten:
Mit Ulrich Land, Mitch Heinrich, Dieter Jandt, Rebekka Möller, Hans Werner Otto, André Poloczek, Jochen Rausch und Wolf von Wedel

7. Juni 2012: Die Freiheit nehm‘ ich mir: Generation-Stage
Mit Jörg Degenkolb-Değerli, David Grashoff, André Wiesler, Christiane Gibiec, Karl Otto Mühl und Hermann Schulz

Hier geht es zur Literaturliste

Offizielle Webseite der Biennale

Tony Judt: Das Chalet der Erinnerungen

Von London über Paris nach New York: Tony Judt hat die Schauplätze seines Lebens in einer einzigartigen Autobiographie festgehalten. Ans Krankenbett gefesselt, reiste er im Kopf noch einmal an Orte in den USA und Europa und verwandelte seine Erlebnisse in kleine Essays. In wenigen Sätzen kann der Historiker die Atmosphäre im London der ersten Nachkriegsjahre beschwören, genau erinnert er sich daran, wie ein Fremdenführer im München der 60er Jahre noch nichts von Dachau wissen wollte. Dieses Buch ist das Vermächtnis eines einzigartigen Intellektuellen, der wie kaum ein anderer unsere jüngste Vergangenheit und Geschichte beobachtet und reflektiert hat.

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„Tony Judt verkörpert den Geist der Kritik: Ohne defätistisch zu sein oder einer nostalgischen Verklärung der Vergangenheit aufzusitzen, benennt er Schwächen in unserer Gesellschaft. Eine Rückbesinnung auf intellektuelle Tugenden dieser Art ist überfällig.“ Maike Albath, Deutschlandradio Kultur, 27.02.12

„Ein heiteres und tröstliches Buch mit autobiografischen Vignetten. Ein persönliches Buch über die europäische Nachkriegszeit.“ Ina Boesch, NZZ am Sonntag, 26.02.12

„Erfahrene Vielfalt prägt die Erinnerungen dieses großen Historikers.“ Wolf Lepenies, Die Welt, 17.03.12

Bücher Köndgen übergibt die Pakete an die Buchschenker der Aktion „Lesefreunde“

Aktion „Lesefreunde“ zum Welttag des Buches:

Die Vorfreude ist groß: Von Montag (16. April) an, werden bei Bücher Köndgen die druckfrischen Bücher an die registrierten Buchschenker der Aktion „Lesefreunde“ verteilt. 33.333 Lesebegeisterte haben sich in ganz Deutschland online registriert und ihren Lieblingstitel aus 25 Büchern ausgewählt – so werden zum Welttag des Buches am 23. April 1.000.000 Bücher verschenkt. Jetzt stehen die Mitarbeiter/innen von Bücher Köndgen bereit, um die Gratis-Bücherpakete an die Buchschenker weiterzugeben. Dann kann losgeschenkt werden: an Menschen, die dem Buchschenker im Alltag begegnen und die er zum Lesen einladen möchte.

Die Initiative der Stiftung Lesen, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und 20 namhafter deutscher Verlage hat Anfang des Jahres lesebegeisterte Menschen in ganz Deutschland aufgerufen, Lesefreude zu teilen und andere Menschen mit einem Buchgeschenk zum Lesen zu inspirieren.

Im Buchhandel hat die Aktion „Lesefreunde“ ein engagiertes Echo gefunden: Mehr als 1700 Buchhandlungen haben sich deutschlandweit als Abholort für die Buchpakete zur Verfügung gestellt.

Auch wir von Bücher Köndgen sind begeistert: „Wir unterstützen das Ziel der Aktion „Lesefreunde“, erwachsene Menschen mit einem Buchgeschenk für das Lesen zu begeistern und so die Chance zu nutzen, dass sie Lesen für sich neu oder aber auch wieder entdecken.“

Mit dem „Fest der Lesefreunde“, das Ulrich Wickert am Abend des 23. April 2012 in Hamburg moderiert, findet die Aktion ihren krönenden Abschluss. Prominente aus Kultur, Sport und Politik werden bei dieser öffentlichen Veranstaltung ihre persönlichen Leseerlebnisse vorstellen und ihre Lesefreude teilen.

Padget Powell: Roman in Fragen

»Sind Ihre Gefühle rein? Wie stehen Sie zur Kartoffel? Sollte es immer noch Konstantinopel heißen? Haben Kinder Ihrer Ansicht nach einen Geruch? Wenn Sie
jetzt welchen hätten, würden Sie Hundekuchen essen? Sind Sie glücklich? Ist Ihnen klar, warum ich Ihnen all diese Fragen stelle?« Auch ohne zu wissen, warum Padgett Powell all diese Fragen stellt, kann man sich der Faszination, die von dieser irritierend direkten Leseransprache ausgeht, nicht entziehen: Das Gehirn springt an und nimmt mit einer sich von Frage zu Frage steigernden Lust die Herausforderung zum Denken an. Immer bereitwilliger folgt man den sympathischen Idiosynkrasien, den brillant gesetzten Haarnadelkurven, den auch sprachlichen Provokationen des Fragestellers, der hier seine schräge, leicht
melancholische Weltsicht durchblicken lässt, und ist erstaunt, über was man alles, wird man nur gefragt, mit Gewinn nachdenken kann.

Wahrheit und Erkenntnis offenbaren sich eben nicht in den Antworten, sondern in den Fragen.

Padgett Powell wurde 1952 in Gainesville, Florida, geboren, wo er auch heute noch lebt. Bekannt wurde er durch Veröffentlichungen in THE NEW YORKER, ESQUIRE und HARPER’S MAGAZINE. Powell erhielt etliche Auszeichnungen: den Prix de Rome der American Academy of Arts and Letters, den Whiting Writers‘ Award und eine Nominierung für den National Book Award.

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