Schon gehört? Auch Sie können Buch-Schenker werden!

Vor einigen Wochen wurde bundesweit die Aktion „Lesefreunde“ ins Leben gerufen:
33.333 Lesefreunde können am Welttag des Buches 30 Bücher an ihre Freunde verschenken.
Wenn auch Sie mitmachen wollen, melden Sie sich noch bis zum 20. Februar unter www.welttag-des-buches.de an. Dort finden Sie auch die Buchliste und alle weiteren Informationen zu der für alle Teilnehmer kostenlosen Aktion. Ab März können registrierte Buch-Schenker wählen, wo sie ihre Bücher abholen wollen – gerne bei uns!
Der Countdown läuft – machen Sie mit und begeistern Sie Ihre Freunde für „Ihr“ Buch!

Christoph Schmitz: Das Wiesenhaus

Im Körper von Johannes Schneider regiert der Krebs. Auch wenn seine Familie sich rührend kümmert, es besteht wenig Hoffnung. Er fürchtet sich vor dem, was kommt, und davor, daß nichts bleibt von ihm und seinem Leben. Im Schreiben geht er gegen die Angst und das Vergessen an und träumt sich zurück in seine Kindheit im Rheinischen, an einen geradezu mythischen Ort – ins Wiesenhaus. Hier blüht das Leben wie die Landschaft. Doch bringt der Blick zurück auch Verdrängtes ans Licht, unerwartet bekommt das Familienidyll erste Risse. Langsam, aber sicher schreibt Schneider sich voran, hin zur Wahrheit darüber, was damals wirklich geschah und wie er zu dem wurde, der er heute ist.
Mit großer Empathie erzählt Christoph Schmitz von einem Mann, der sich erinnert, um eine Zukunft zu haben.

Christoph Schmitz, geboren 1961 in Linz am Rhein, war nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Brasilien Journalist beim ARD-Hörfunk und Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Heute ist er Kulturredakteur und Moderator beim Deutschlandfunk. Er lebt mit seiner Familie in Köln.

Suhrkamp Verlag GmbH, € 22,95
Februar 2012 – gebunden – 196 Seiten

Lieferbar innerhalb von ein bis zwei Wochen
Voraussichtlicher Liefertermin: 21. Februar 2012

Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte

Ist es Zufall oder eine Entscheidung? Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen. Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene. Nach und nach erzählen sie einander ihr Leben und setzen behutsam wieder einen Fuß auf die Erde.

Nur wenige sorgfältig gewählte Worte benötigt Milena Michiko Flašar, um ihre Figuren zum Leben zu erwecken, nur wenige Szenen, um ganze Schicksale zu erzählen. Ein junger Mann verlässt sein Zimmer, in dem er offenbar lange Zeit eingeschlossen war, tastet sich durch eine fremde Welt. Eine Bank im Park wird ihm Zuflucht und Behausung, dort öffnet er die Augen, beginnt zu sprechen und teilt mit einem wildfremden Menschen seine Erinnerungen. Der andere ist viele Jahre älter, ein im Büro angestellter Salaryman wie Tausende. Er erzählt seinerseits, über Tage und Wochen hinweg, Szenen eines Lebens voller Furcht und Ohnmacht, Hoffnung und Glück. Beide sind Außenseiter, die dem Leistungsdruck nicht standhalten, die allein in der Verweigerung aktiv werden.

Aus der Erfahrung, dass Zuneigung in Nahrung verpackt, Trauer im Lachen verborgen werden kann und Freundschaften möglich sind, stärken sie sich für einen endgültigen Abschied und einen Anfang. Milena Michiko Flašar macht eine Parkbank zur Bühne, zu einem huis clos unter freiem Himmel. Die Bank befindet sich in Japan und könnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen. Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm fällt, die Möglichkeit von Nähe entgegen – sowie die anarchische Kraft der Verweigerung. (Text:wagenbach.de)

Wagenbach Klaus GmbH, € 16,90
Februar 2012 – gebunden – 144 Seiten

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