Nikolaus Stingl: Der Tunnel.

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Übersetzung

Aus dem amerikanischen Englischen von Nikolaus Stingl
William H. Gass: „Der Tunnel“
Rowohlt Verlag GmbH

Über das Buch
Professor William Frederick Kohler, Historiker einer Universität im Mittleren Westen und Spezialist auf dem Gebiet Das Dritte Reich, ist gerade dabei, sein Buch „Schuld und Unschuld in Hitlers Deutschland“ zu vollenden, als das Verfassen des noch fehlenden Vorwortes ein Desaster auslöst. Nach einer unerklärlichen Blockade beginnt er plötzlich das Gegenteil einer historischen Studie aufzuschreiben – einen radikal subjektiven, chaotischen Text, gespickt mit Lügen, Verzerrungen und Verarbeitungen seiner eigenen Lebensgeschichte. Gleichzeitig beginnt er unter seinem Haus einen Tunnel zu graben, der zum Symbol seines Versuchs wird, sich aus seinen beruflich wie privat unbefriedigenden Verhältnissen und seiner Vergangenheit, die nicht zuletzt Aufschluss über die gesellschaftlichen und charakterlichen Voraussetzungen für das Entstehen einer faschistischen Haltung gibt, zu befreien. Der Tunnel, 1995 erschienen, ist das Hauptwerk des 1924 geborenen William H. Gass, einem der letzten großen US-Autoren des späten 20. Jahrhunderts.

Die Jury: „Immense Ausdauer, Erfindungskraft und formale Sicherheit waren bei der Übertragung dieses Riesenromans notwendig. Nikolaus Stingl hat das mit Bravour besorgt, von den ausschweifend opulenten Satzperioden über die eingestreuten Gedichte bis zu den zahllosen Wortspielen.“

Der Übersetzer
Nikolaus Stingl, geboren 1952 in Baden-Baden, studierte Anglistik, Germanistik und Musikwissenschaften in Heidelberg. Seit 1980 ist Stingl als freier Literaturübersetzer tätig und übersetzte zahlreiche Autoren der englischen und amerikanischen Gegenwartsliteratur, darunter u. a. William Gaddis, John Irving, Henry James, D. H. Lawrence, Cormac McCarthy, Thomas Pynchon und John Updike. Nikolaus Stingl erhielt u. a. 1995 den Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis und 2007 den Paul-Celan-Preis.(Text: http://www.preis-der-leipziger-buchmesse.de/)

Rowohlt Verlag GmbH, € 36,95
September 2011 – gebunden – 1092 Seiten

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