ABSCHIEDSBRIEFE GEFÄNGNIS TEGEL

Katholisches Bildungswerk, Else-Lasker-Schüler- Gesellschaft und Bücher Köndgen laden ein: HELMUTH JAMES UND FREYA VON MOLTKE: ABSCHIEDSBRIEFE GEFÄNGNIS TEGEL / INSZENIERTE LESUNG MIT DEN SCHAUSPIELERN JOCHEN STRIEBECK UND JOVITA DERMOTA
Katholisches Bildungswerk, Laurentiusstraße 7, 42103 Wuppertal
Montag, 21. November 2011, 19:30 Uhr
Eintritt € 3,00

Anfang 2010 wurde bekannt, dass der Briefwechsel zwischen Helmuth James und Freya von Moltke aus den letzten Wochen vor seiner Hinrichtung wie durch ein Wunder komplett erhalten ist. Die politisch und persönlich offenherzigen Briefe, die vom Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens fast täglich an der Zensur vorbeigeschmuggelt wurden, sind das aufwühlende Zeugnis einer großen Liebe in den Zeiten des Widerstands gegen ein unmenschliches Regime.

Berlin Tegel, im Herbst 1944: Der 37 Jahre alte Jurist und Widerständler Helmuth James von Moltke wartet auf seinen Prozess vor dem Volksgerichtshof – und auf seine Hinrichtung. Während sowjetische Truppen auf seine Heimat Kreisau in Schlesien vorrücken und Weggefährten gehenkt werden, wechselt er täglich Briefe mit seiner Frau Freya: Es geht um ihre Liebe und die Lage in Kreisau, die Situation im Gefängnis und die Vorbereitung auf den Tod, aber auch um den Widerstand und um Wege zur Rettung. „Ich habe keine Furcht vor dem Tod, und ich habe animalische Angst vor dem Sterben“, schreibt Helmuth James. „Ich werde alt und anders werden, deshalb muss ich Dich in mir tragen und mit Dir leben“, antwortet Freya.

Zu den Herausgebern: Helmuth Caspar von Moltke, geb. 1937, ist der älteste Sohn von Helmuth James und Freya von Moltke. Ulrike von Moltke, geb. 1944, ist eine Tochter des Widerständlers Hans Bernd von Haeften und war mit Konrad von Moltke, dem jüngeren Sohn von Helmuth James und Freya von Moltke, verheiratet.

Ein spannendes Thema mit exzellenten Schauspielern als Veranstaltung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft mit dem Katholischen Bildungswerk und der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit als Partnern. Ein Besuch ist empfehlenswert – es verspricht, ein unvergessliches Erlebnis zu werden, sowohl vom Inhalt her als auch von den Interpreten. (Hajo Jahn)

 

Pressestimmen:

„The collection is unique: (…) It is the manifestation of an almost mystical union. (…) Often the tone of the letters is disturbingly frank. Moltke discusses with Freya how one can learn to suffer without idealizing suffering, and she responds that a rosy outlook on their future would be a clouded vision. Moltke, almost always ‘unsad‘ and serene, reminds her that life should always be lived like that: aware that it could end the next day, and that in death there will be a new beginning. (…)
Frauke Geyken’s readable biography uses extensive archival research, interviews with family members and a great number of photographs to chart Freya’s life.“
Christophe Fricker, The Times Literary Supplement, 16. September 2011

„[Ein] erschütternde[s] Buch (…).“
Cornelia Rabitz, Deutsche Welle Kultur, 28. März 2011

„Es sind bewegende Briefe – in der tiefen Liebe, die sie ausdrücken, in der Gefasstheit und der nicht nachlassenden Hoffnung auf Rettung, aber auch auf eine bessere Zukunft, ein besseres Deutschland. (…) sehr lesenswert (…).“
Cord Aschenbrenner, Neue Zürcher Zeitung, 23. März 2011

„Innig und zutiefst erschütternd. (…) Die Lektüre dieser Zeugnisse eines verbissenen Kampfes zweier Menschen in aussichtsloser Lage gehört zum Erschütterndsten, was je geschrieben wurde.“
Rudolf Walther, Berliner Zeitung, 19. März 2011

„Für die Nachwelt sind die ‚Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel‘ eine Sensation – und für die Leser eine Erfahrung, die unter die Haut geht.“
Lesen. Beilage der Madsack-Gruppe, 17. März 2011

„Ein einzigartiges menschliches Dokument des Widerstands gegen die Nazis.“
Die Zeit, 17. März 2011

„Nun lassen Sie mich Ihnen, meine Damen und Herren, wie gewohnt noch meinen ganz persönlichen Buchtipp mitgeben: Es sind ausnahmsweise zwei Bücher, aber Sie werden gleich sehen: sie gehören zusammen. Das eine ist die Biographie von Freya von Moltke, verfasst von Frauke Geyken, das zweite die erste vollständige Ausgabe der Abschiedsbriefe aus dem Gefängnis Tegel, die Helmut James und Freya von Moltke sich schrieben. Freya von Moltke und ihr Mann gehörten von Anfang an zu den Widerstandskämpfern gegen Hitler. Helmuth James von Moltke wurde 1945 hingerichtet. Und die Briefe hat der Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens fast täglich an der Zensur vorbeigeschmuggelt. Die Biographie von Freya von Moltke und der Briefwechsel zeugen von zwei charakterstarken Menschen, die sich der Diktatur verweigerten. Beide Bücher sind Zeugnisse großer menschlicher Würde. Unbedingt lesen: Freya von Moltke, ein Jahrhundertleben von Frauke Geyken und Helmuth James und Freya von Moltke, Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel. Beide Bücher sind im Beck-Verlag erschienen.“
Ulrich Wickert, Wickerts Bücher, 6. März 2011

„Wer die Briefe liest, wird den Herausgebern recht geben, die in ihrer Einleitung schreiben, ihre Lektüre könne Mut zum Handeln machen, wo Menschenrechte und Demokratie gefährdet sind, und die mit dem Satz schließen: ‚Ihre Abschiedsbriefe zeigen anschaulich, dass dieser Mut einhergeht mit einer Intelligenz des Herzens.'“
Renate Wiggershaus, Frankfurter Rundschau, 7. Februar 2011

„Eine große Liebe und ein tiefer Glaube – eindrucksvoll und berührend festgehalten in einem Briefwechsel, der den Leser auf mehr als fünfhundert Seiten fesselt.“
Rainer Blasius, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Februar 2011

„Die Lektüre dieser Zeugnisse eines verbissenen Kampfes zweier Menschen in aussichtsloser Lage gehört zum Erschütterndsten, was je geschrieben wurde.“
Rudolf Walther, die tageszeitung, 5. Februar 2011

„Es wirkt wie ein Wunder, dass Helmuth James von Moltke und seine Frau Freya sich im Oktober des Jahres 1944 Briefe schreiben konnten. Möglich wurde er [der Briefwechsel] nur durch die mutige Hilfe eines Pfarrers, der die Briefe der Moltkes schmuggelte. Beide schrieben mehrmals täglich: So kamen Hunderte von Briefen zusammen, die nun erstmals veröffentlicht werden in einem ergreifenden und zeitgeschichtlich bedeutenden Briefband. Am Anfang, als sie noch an eine Begnadigung glauben, sind die Briefe voller Hoffnung, später ergibt sich Moltke in sein Schicksal. Die Briefe sind berührend und, gerade als es auf das Ende zugeht, auch: erhaben.“
Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 27. Januar 2011

„Beide Bücher, die ‘Abschiedsbriefe’ und die Biographie [über Freya von Moltke], sollten gemeinsam gelesen werden. Hier geht es nicht nur um den Aspekt des Widerstandes gegen Hitler. Wir erhalten darüber hinaus Einblicke in die großartige Liebe zweier Menschen, die von einer nihilistischen Gesellschaft herausgefordert wird, und parallel dazu neue Erkenntnisse über eine großartige Frau. Hier werden Gefühle angesprochen und die Identifikation mit den Protagonisten herausgefordert. In mehrfacher Hinsicht eigenen sich beide Bücher für alle Altersschichten, für alle Kultur- und Religionszugehörigkeiten. Insofern spricht noch einmal der originale Geist des ‘Kreisauer Kreises’ mit aller Kraft zu uns!“
Tom Goeller, Deutschlandfunk, 24. Januar 2011

„(…) ein intensiver, tief berührender Briefwechsel. Dass wir heute in den Genuss dieses einzigartigen Briefwechsels kommen, gleicht fast einem Wunder. (…) das einfühlsame Porträt einer der Welt zugewandten, erdgebundenen und sehr tüchtigen Frau, genauso wie sich Freya selbst gerne sah.“
DPA, 18. Januar 2011

„‚Briefe an Freya‘ (…) ein Klassiker der Widerstandsliteratur. (…) gewaltigen Schatz (…). Festzuhalten ist (…) dass dieser intensive, von Liebe durchtränkte Briefwechsel frei ist von jeder Sentimentalität. Hier reden zwei Menschen von sich – von ihrem Glauben, ihrer Hoffnung, ihrer Liebe. Die Korrespondenz zwischen Helmuth James und Freya von Moltke gehört zweifellos zu den kostbarsten Schätzen der deutschen Briefliteratur. Näher am Tod kann man nicht sein. Und nicht näher an der Liebe.“
Thomas Karlauf, Die Welt, 15. Januar 2011

„Diese Korrespondenz ist ohne Vergleich. Hier schreiben zwei Menschen um ihr Leben und überantworten sich doch, in Gottes Namen, dem nahenden Tod. Jeder Brief kann der letzte sein, der Todestag schiebt sich hinaus. Es sind Briefe, die vom Menschenmöglichen handeln. Man liest sie atemlos, obwohl das Ende bekannt ist: die Hinrichtung Moltkes. (…)
In angespannter geistiger Disziplin suchen hier zwei Menschen füreinander nach tragfähigen Bedeutungen von Glaub, Liebe und Hoffnung.“
Elisabeth von Thadden, Die Zeit, 13. Januar 2011

„(…) Zeugnisse einer großen Liebe. (…) ein Lehrstück über Anstand, Moral und Liebe. Es ist der Versuch, sich gegenseitig in das Leben des anderen hineinzuziehen. Die Briefe entwickeln einen fast literarischen Sog, es gibt eine Art von Anstand und Mut, die den Leser in ihrer Intensität fast peinlich berührt. Es sind Liebesbriefe und moralische Lehrstücke in einem, sie behandeln große Fragen: Was bedeutet der Tod? Kann Liebe den Tod besiegen? Wie verhält sich Gut zu Böse, Recht zu Unrecht, Liebe zu Leid?“
Susanne Beyer, Der Spiegel, 20. Dezember 2010

„(…) eindrucksvolle Zeugnisse von Liebe und Widerstand, überschattet von der Gewissheit des Todesurteils.“
börsenblatt, 16. Dezember 2010

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